Flyer: Ziele definieren!

Was darf es denn heute sein? Ein Flyer, eine Website, ein Prospekt oder eine Speisekarte? Jeden Morgen stehen tausende Menschen vor der Herausforderung, Werbematerialien zu erstellen. Und immer wieder stellen wir fest: diese Investition hätte man sich sparen können.

Es ist nicht falsch in Werbung zu investieren. Auch in Zeiten des Internet ist der direkte Kontakt zu Kunden und Interessenten wichtiger denn je – doch warum dann diese Aussage?

Ich nehme einmal einen Flyer als Beispiel. Im Elektronikmarkt gibt es einige Softwarepakete, welche es erlauben einen Flyer mit einfachen Mitteln zu erstellen. Anschliessend wird dieser ausgedruckt oder an eine Internetdruckerei weitergegeben.

Das Resultat besteht dann aus Text, Bild und Farben. Wo aber ist die Botschaft?

Betrachten Sie einmal Ihren Flyer kritisch. Schreiben Sie von dem was Sie können? Wo Ihre Kompetenzen liegen? Erklären Sie vielleicht Fachbegriffe und haben eine nette Pyramide auf Papier gedruckt?

Dann geht es Ihnen wie tausenden anderen Unternehmen.

Es ist zwar wichtig auf Papier zu bringen was man tut, noch wichtiger jedoch ist es den Empfänger dazu zu bringen Ihre Leistung in Anspruch zu nehmen. Dies kann man erreichen indem man Emotionen weckt, einen wunden Punkt trifft, besondere Angebote anpreist oder, oder, oder…

Viele Wege führen zum Ziel – sofern man eines definiert hat.

Dies ist die erste Herausforderung für einen erfolgreichen Flyer. Wen wollen Sie ansprechen und was wollen Sie erreichen? Möchten Sie Neukunden gewinnen, bestehende binden? Eine neue Leistung anpreisen oder einfach nur ein Jubiläum mitteilen?

Anhand dieser Definition können Sie sich in die Lage des Empfängers versetzen und kritisch überlegen ob Sie den Flyer ignorieren, lesen oder sogar mitnehmen würden.

Die Kriterien können sehr unterschiedlich sein, ein kritischer Blick ist meist sehr hilfreich.

Auch können Sie einen Experten zu Rate ziehen, dieser ist meist günstiger als ein Flyer der im Regal verstaubt – oder schlichtweg im nächsten Papierkorb landet.

Wie bitte?! Wie eine Information passend ankommt

Jeden Tag aufs Neue stellen wir uns die Frage, ob eine Information so verpackt ist, dass sie auch ankommt und vor allem verstanden wird.

Täglich prüfen wir daher viele Arten von Kommunikation und Information. Jeden Tag aufs Neue stellen wir fest: Inhalte sind ausreichend und in guter Qualität verfügbar, die Verpackung und Aufmachung jedoch hält die Zielgruppe von der Information fern. Doch was ist der richtige Weg zur effektiven Kommunikation?

Er ist so unterschiedlich wie die Information selbst. Hier ein paar kleine Beispiele dazu.

In der Innenstadt des kleinen Örtchens Wehr in Baden werden kostenlose Parkplätze angeboten, um die Geschäfte der Innenstadt zu beleben und Umsätze zu generieren. Keine schlechte Idee, sofern sie richtig kommuniziert wird. Die Information ist also die Sache mit den Parkplätzen. Der Hintergrund der Umsatz der Geschäfte. Diese Information, z.B. in Form eines Wegweisers, sollte nun so ansprechend gestaltet werden, dass nicht das Parken im Vordergrund steht, sondern der Spass am Einkaufen in der Stadt. Dass man dort kostenfrei das Fahrzeug abstellen kann, ist in diesem Fall zwar wichtig, jedoch nicht verkaufsfördernd. Derzeit kommuniziert man dies mit grossen schwarzen Buchstaben (Hinweis auf Parkplätze in Form eines Wegweisers) – gegenüber eines Supermarktes. Weder ansprechend noch zielführend.

Als zweites Beispiel ist ein Moment an welchem jeder Unternehmer zum zweifeln kommt. Ganz am Anfang einer Unternehmung – vielleicht auch etwas später – steht die Präsentation des Unternehmens oder einer Dienstleistung auf dem Plan. Heute überwiegend Digital im PDF-Format, steht wie schon immer die Frage im Raum: Wie hebe ich mich vom Rest der Welt ab?

Viele kreative Ideen bringen den gewünschten Erfolg und rücken das Unternehmen sprachlich und fachlich in die richtige Richtung. Soweit die Theorie.

In der Praxis jedoch öffnet sich ein PDF-Dokument mit gutem Inhalt, ohne erkennbares Design und vor allem ohne eigene Identität. Ein Flyer des Finanzamtes über die Steuervorauszahlungen weckt oftmals mehr Interesse. Oft ist die (gute) Information so schlecht verpackt, dass sie weder gerne gelesen wird, noch wahrgenommen oder gar mit einem Unternehmen in Verbindung gebracht wird. Somit ist die Information wertlos, da die Zielgruppe nicht angesprochen wird.

Kommunikationsdesign ist daher mehr als nur tolle Worte in ein PDF-Format zu wandeln oder auf einer Internetseite zu präsentieren. Die Zeit die Information zu vermitteln ist einfach zu wertvoll um sie einfach sinnlos verstreichen zu lassen.

Damit Ihnen die Fehler nicht passieren, gibt es ein paar wertvolle Tipps am Ende:

(1) Setzen Sie sich ein Ziel
(2) Benennen Sie Wege um das Ziel zu erreichen
(3) Verwenden Sie Schriftarten, Farben und Bilder welche zum Ziel passen

Vor allem wenn Sie eine „Informationsverpackung“ nicht selbst herstellen können (z.B. einen Wegweiser), sollten Sie sich professionelle Hilfe holen um die Information wirklich so zu verpacken wie sie von Ihrer Zielgruppe wahrgenommen wird.